Dienstag, Oktober 4, 2022
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Nordsee – Vogelgrippe bei Seeschwalben breitet sich aus

Brütende Brandseeschalben auf der Vogelinsel Minsener Oog sowie Flußseeschwalben am Banter See in Wilhelmshaven haben sich mit dem hochansteckenden H5N1 Vogelgrippevirus infiziert. Weiterhin ist zu befürchten, dass sich auf der Vogelinsel Minsener Oog ebenfalls Lachmöwen und Flußseeschwalben mit dem Virus infiziert haben. Zu dem Ausbreitungsbereich zählt zur Zeit das gesamte Nordseegebiet.

Es betrifft in den meisten Fällen Brutkolonien die sich in Niedersachsen auf den Inseln Minsener Oog, Langeoog und Baltrum befinden. Im niedersächsischen Wattenmeer befindet sich auf der Minsener Oog die größte Brandseeschwalbenkolonie mit rund 3.000 Brutpaaren die betroffen ist. Mit einer großen Geschwindigkeit breitet sich das hoch infektiöse Vogelgrippevirus schnell aus. Rund 900 Totfunde sind bereits im weiteren Bereich der Kolonie auf der Vogelinsel Minsener Oog belegt. Um ein Vielfaches mehr wird allerdings die Dunkelziffer geschätzt. Zur Zeit ist noch kein Ende des enormen Seeschwalbensterbens abzusehen.

Nicht nur von der gesamten Nord- und Ostseeküste sondern auch aus Nordfrankreich und den Niederlanden werden erschreckende Nachrichten verbreitet. Die Niederlande melden große Mengen von infizierten Vögeln, ja sogar das völlige verloren gehen einer großen Brutkolonie. Neben Flußseeschwalben sind auch Basstölpel und Lachmöwen von der Vogelgrippe betroffen, die wahrscheinlich aus britischen Brutkolonien stammen.

Wie lassen sich Vogelgrippe-Opfer identifizieren?

Im Wattenmeer sind nicht durchweg alle der tot oder krank aufgefundenen Vögeln von dem Vogelgrippenvirus infiziert. Auch Fachleuten ist es nicht sofort möglich, zu erkennen woran ein Tier erkrankt oder im schlimmsten Fall verendet ist. Auch reichen die Kapazitäten nicht aus jedes Tier zu untersuchen bzw. es zu obduzieren. Daher können die Veterinärämter können nur stichprobenartige Untersuchungen verendter Tiere durchführen.

Fundmeldungen:

Gemeinsam mit den NLWKN und anderer Fachleute stellt die Nationalparkverwaltung die Gesamtzahlen der aufgefundenen mit Vogelgrippe infizierten Tieren zusammen. Jeder kann helfen und das Monitoring des Vogelgrippe-Geschehens unterstützen. Entsprechende Beobachtungen melden sie bitte an die poststelle@nlpvw.niedersachsen.de, mit möglichst genauer Ortsangabe, Art (ggf. Foto) und Anzahl der Vögel. Bitte beschränken sie sich ausnamslos auf Funde, in direkter Verbindung zum Wattenmeer, also am Strand, in den Salzwiesen, den Dünen und vor dem Deich.

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