Sonntag, März 3, 2024
StartMagazinBeobachtungstippsVogelbeobachtung im Juni

Vogelbeobachtung im Juni

Im Monat Juni beginnt die wärmste Zeit des Jahres. Bei uns Menschen werden Sommergefühle geweckt und in der Vogelwelt wird es beschaulicher. Dies ist zudem der Monat mit der minimalsten Zugaktivität. Die Vögel haben gebrütet und sind mit der Aufzucht ihrer Jungtiere beschäftigt. Überall in der Natur hört man die Lockrufe der adulten Vögel und zudem piept es aus allen Ecken. Wenige Arten wie z.B. der Zaunkönig beginnen im Juni bereits mit ihrer zweiten Brut.

Während der Abendstunden machen z.B. Blaukehlchen, Wachtelkönig, Schilfrohrsänger und Rohrschwirl durch ihre zauberhaften Gesänge auf sich aufmerksam. Tagsüber sind die meisten Vogeleltern mit der Futtersuche für ihre Jungtiere beschäftigt. Dann bleibt wenig Zeit für andere Dinge. Auf den Gewässern wachsen die Jungtiere der Wasservögel heran. Jetzt beginnt für Stockenten die Zeit der Mauser. Die männlichen Stockenten verlieren ihr buntes Prachtkleid und wechseln ins Schlichtkleid. Ab diesem Zeitpunkt ist der Unterschied zu den weiblichen Stockenten nur noch sehr gering.

Von wegen leise sein im Nest, davon kann bei dem Specht Nachwuchs nicht die Rede sein. Sie sind laut wenn sie Hunger haben und daher dauert es meist nicht lange, bis man die Altvögel mit Futter die Spechthöhle anfliegen sieht. Sie haben sehr viel mit der Versorgung der Jungtiere zu tun, denn die Fütterungsfrequenz ist außerordentlich hoch. Da es gegenwärtig viel Totholz und Borkenkäferlarven in den Wäldern gibt, finden alle Spechtarten genug zu fressen.

Juni ist Mauserzeit

An den ruhigen Mausergewässern sammeln sich im Monat Juni die Ersten Wasservögel um zu mausern. Sie werfen ihre Federn ab und erneuern auf diese Weise ihr abgenutztes Federkleid. Zu diesen Arten gehören z.B. Schellente, Tafelente, Brandgans, Kolbenente, Knäkente, Löffelente, Stockente, Krickente, Schnatterente, Kanadagans und Graugans. Der Höhepunkt der Mauser findet ist in der zweiten Juni Hälfte bis in den Juli hinein statt.

Auf und an den Gewässern kann man jetzt Wasservögel beobachten die ihre Jungen dabei haben. Arten wie z.B. Höckerschwäne oder Haubentaucher nehmen ihren Nachwuchs gerne auch schon mal auf den Rücken, wenn die Kleinen müde geworden sind. Die Mauersegler gehören zu den Arten die erst sehr spät aus ihrem Winterquartier zu uns kommen. Gerade sie müssen sich mit der Aufzucht der Jungen ziemlich beeilen, da sie sich bereits im Monat August schon wieder auf dem Wegzug befinden.

Tipps zur Vogelbeobachtung

Vogelbeobachter - Vogelgucker Blog
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Aus der Vogelwelt

Letzten Artikel

error: © 2022 www.birding-germany.de