Dienstag, Oktober 4, 2022

Vogelschutzgebiete Schleswig-Holstein

Gotteskoog-Gebiet

Das EU-Vogelschutzgebiet Gotteskoog-Gebiet befindet sich nördlich im Landkreises Nordfriesland. Das Schutzgebiet teilt sich in insgesamt sieben Teilgebiete auf. Dazu gehören der Gotteskoogsee mit der im Norden angrenzenden Kophallig, der ehemalige Aventofter See, der Ruttebüller See, der Haasberger See, der Kahlebüller See, das Hülltorfer Tief, zwei kleine Schilf- und Grünlandbereiche im Magisterkoog bei Aventoft sowie ein Feuchtgrünland- und Schilfstreifen entlang des Sielzuges Schnerpe der zwischen dem Gotteskoogsee und dem Kahlebüller See liegt. Südlich der Ortschaft Aventoft befindet sich der ehemalige Aventofter See.  Das Gebiet gliedert sich auf in Laubwaldaufforstungen und in größere Fichtenbestände. Darin eingebettet befinden sich zwei kleine Gewässer und mehrere kleine Schilfflächen. Unmittelbar an der deutsch-dänischen Grenze liegt der etwa 70 Hektar große Haasberger See. Er dient als Hochwasserschutzanlage des Deich- und Hauptsielverbandes. Bei Hochwasser in den Wintermonaten wird die Fläche im Dreiharder Gotteskoogstrom sowie in der Süderau durch Überlaufdeiche geflutet. Abgelassen wird das Wasser erst wieder im Juni,  nur wenige Gräben führen dann noch Wasser. Über eine größere offene Wasserfläche verfügt der Haasberger See daher nur sporadisch. Bei dem Hülltofter Tief handelt es sich um einen ehemaligen Prielbereich, bei dem es nicht möglich war diesen zu entwässen und der dadurch auch nicht trockengelegt werden konnte. Ein schmaler Röhrichtgürtel umgibt das Gewässer. Im nördlichen Bereich aber geht dieser in Weidengebüsche über. Die Grenze zwischen Deutschland und Dänemark ist der Ruttebüller See der von dem Fluss Vidå durchflossen wird. Auf dänischer Seite befinden sich weitläufige Grünländereien und auf deutschem Gebiet umgibt ein schmaler Röhrichtbereich den Ruttebüller See.

Brutvogelarten

Eine ganz besondere Bedeutung für Schilfbewohner bietet das EU-Vogelschutzgebiet. In sämtlichen Teilgebieten sind teilweise weitläufige Röhrichtgebiete zu finden. Zu den Brutvögeln in diesem Gebiet zählen Tüpfelsumpfhuhn, Rohrdommel, Rohrschwirl, Rohrweihe, Bartmeise und Schilfrohrsänger. Zu einer anderen großen und ebenfalls bedeutenden Gruppe zählen Arten die sich gerne in Feuchtgebieten aufhalten. Dazu zählen u.a. Blaukehlchen, Knäkente, Sumpfohreule und Bekassine. Im Fichtenbestand brütet der Seeadler der die Gewässer gerne zur Nahrungssuche nutzt. In nur geringer Brutpaaranzahl kommen Rotschenkel, Braunkehlchen und Kiebitz auf den nur knappen und extensiv bewirtschafteten feuchten Grünländereien vor. Eine Abnahme der Bestände von Rotschenkel und Kiebitz sind leider zu verzeichnen. Dagegen ist der Wiesenpieper allerdings im Feuchtgebiet zwischen Gotteskoogsee und Kahlebüller See in größerer Anzahl vertreten. In verschiedenen Aufforstungsflächen hat der Neuentöter sein Brutgebiet. Von landesweiter Bedeutung sind die Vorkommen von Bartmeise, Rohrdommel, Schilfrohrsänger, Knäkente, Sumpfohreule, Seeadler und Bekassine. Von der Ursprünglichkeit der Landschaft vermittelt das Seegebiet dem Betrachter einen guten Eindruck. Der charakteristische Ruf der Großen Rohrdommel kann man im Frühsommer rund um den See hören. Vogelbetrachter die ein wenig Zeit und Glück mitbringen, können vielleicht sogar den Seeadler am Himmel beobachten.

Besonders Erwähnenswert wäre der Tanz der Stare , im Herbst. Bei Sonnenuntergang fliegen hunderttausende von Stare ein, um gemeinsam im Schilf die Nacht zu verbringen.

Info-Hütte, Aventofter Straße, Grandweg gegenüber Haus 60 (für Navi: N 54° 50´18.40´´ E 008° 48´ 05.40´´ Broder-Paysens-Weg, 25923 Uphusum)

Einige Vogelarten:

Rohrdommel, Uferschnepfe, Knäkente, Zwergschwan, Rohrweihe, Neuntöter, Seeadler, Pirol, Tüpfelsumpfhuhn, Bartmeise, Kiebitz, Schilfrohrsänger, Bekassine, Rohrschwirl, Rotschenkel, Blaukehlchen, Sumpfohreule, Braunkehlchen, Feldlerche, Wiesenpieper, Wildgänse, und weitere Limikolen. Rotschenkel, Blaukehlchen, Sumpfohreule, Braunkehlchen, Feldlerche, Wiesenpieper, Wildgänse, und weitere Limikolen.

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